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In: Zeitschrift für Religion und Weltanschauung 1/2022




Dokumentation

Radikalisiert sich 'Wort und Wissen'?

Der neue Stil der Evangelikalen in Baiersbronn


Zeitschrift für Religion und Weltanschauung

WORT UND WISSEN (W+W) ist die einflussreichste evangelikale Organisation in Deutschland. Kritik an der Evolutionstheorie gehört ebenso in ihr Themen-Portfolio wie die Verteidigung des Glaubens an die wörtlich verstandene Genesis. Trotz gegensätzlicher Standpunkte fanden bis etwa 2006 einige sachliche Dispute zwischen W+W und der AG Evolutionsbiologie statt. Dies begann sich zu ändern, als Siegfried Scherer den W+W-Vorsitz abgab. Mit Henrik Ullrich und Markus Widenmeyer betraten radikalere Figuren die Bühne. Die Argumentation wurde kruder, der Aktionsmodus aggressiver.

Der Geschäftsführer Reinhard Junker reagierte auf inhaltliche Kritik zusehends unwirsch, auch wenn sie von selbstkritischen (heute nicht mehr aktiven) W+W-Mitgliedern stammte. Inzwischen ignoriert er Sachkritik fast vollständig; sinnvolle Dialoge mit Personen außerhalb seines Wirkungskreises finden nicht mehr statt. Den vorläufigen Tiefpunkt der Entwicklung markiert der Beginn der Mitarbeit des niederländischen "Querdenkers" Peter Borger.


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Autor: AG Evolutionsbiologie


Copyright: AG Evolutionsbiologie