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Hintergrundwissen

Die Grundlagen der Endosymbiontentheorie

Zur Evolution moderner Zell-Organellen


Endosymbiontentheorie

Die Endosymbiontentheorie (EST) besagt, dass die Evolution zellulärer Organellen wie Mitochondrien und Plastiden auf die Einverleibung bestimmter Bakterien in eine Archaeen-Wirtszelle zurückgeht. Beide Prokaryoten-Zellen lebten zunächst in Symbiose und durchliefen dann eine Co-Evolution. Durch massiven Transfer von Genen ins Genom der Wirtszelle verlor der Endosymbiont seine Autonomie und wurde zum Organell der Wirtszelle. Aufgrund zellbiologischer und molekularbiologischer Befunde wird die EST heute allgemein akzeptiert.

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Dieser Artikel bespricht die Grundlagen und Belege zugunsten der Endosymbiontentheorie. Er liefert tiefere Einsichten in die molekularen Mechanismen, durch die sich die Genome der eukaryotischen Zellen seit ihrer Entstehung vor fast zwei Milliarden Jahren herausschälten. Pseudowissenschaftliche Kritik entkräftet er anhand aktueller Experimentaldaten.



Aus dem Inhalt

- Einleitung: Die Endosymbiontentheorie

- Primäre, sekundäre und tertiäre Endosymbiose

- Fakten und Belege für die Endosymbiontentheorie

- Kreationistische Kritik: Offene Detailfragen, Gentransfer und Proteinimport

- Die Verwechslung von Grundfrage und Mechanismenfrage

- Endosymbiotischer Gentransfer: Ein Dreiphasenmodell

- Gentransfer im Zeitraffer

- Aktivierung transferierter Gene

- Sortierung und Import von Proteinen: Evolution von Zielsequenzen

- Proteintransportsysteme: Translokasen

- Chaperone (Hilfsproteine) und Peptidasen

- Weitere Belege für das Dreiphasenmodell der Endosymbiose

- Kritik: Energiegewinnung - treibende Kraft der Symbiose?

- Weitere Einwände zu Detailfragen

- Zusammenfassung und Ausblick

- Literatur


Autor: Martin Neukamm & Andreas Beyer


Copyright: AG Evolutionsbiologie